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TIPP DER REDAKTION

Wohnungsbesichtigung

Selbstverständlich haben Vermieter ein Interesse daran, hin und wieder die vermietete Wohnung zu besichtigen und nach dem Rechten zu schauen. Es gibt allerdings kein generelles Besichtigungsrecht des Vermieters. Zudem hat die Rechtsprechung dem Mieter zugestanden, dass Besichtigungen in einem engen Rahmen gehalten werden und der Vermieter bspw. nur zu vertretbaren Zeiten die Wohnung besichtigen darf.

Liegt ein berechtigtes Interesse vor, so bspw. bei einer Wohnungsveräußerung oder wenn das Mietverhältnis bald ausläuft und ein möglicher Nachmieter die Wohnung besichtigen möchte, hat der Mieter ein Recht auf Wohnungsbesichtigung.

Damit sich der Mieter auf die Wohnungsbesichtigung einstellen kann, insbesondere wenn der Mieter erwerbstätig ist, muss mit einer Mindestankündigungsfrist von 3 Tagen bis zu einer Woche eine Anmeldung des Besichtigungstermins erfolgen. Der Vermieter muss hierbei dem Mieter den Grund für die Wohnungsbesichtigung benennen.

Besichtigungstermine sollten an Werktagen vormittags möglichst zwischen 10 und 13 Uhr liegen, am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr. Nur in Ausnahmefällen kann auch eine Besichtigung am Sonn- oder Feiertag stattfinden. Die Anzahl der Wohnungsbesichtigungen darf ein vernünftiges Maß nicht überschreiten. So kann von einem Arbeitnehmer nicht mehr als dreimal im Monat verlangt werden, dass seine Mietwohnung besichtigt wird.

Verwehrt der Mieter dem Vermieter einen berechtigten Besichtigungstermin, so muss der Vermieter gerichtliche Schritte einleiten um seinen Anspruch auf Wohnungsbesichtigung durchzusetzen.