Unsere Partnerportale:   wikicareer |  wikifinanzen |  wikioutlets
 
TIPP DER REDAKTION

Winterdienst

Die Gemeinden übertragen vielerorts die Schnee- und Eisbeseitigungspflicht, kurz "Winterdienst", per Satzung auf die Grundstückseigentümer. Erst einmal sind also die Vermieter in der Pflicht nicht nur Gehwege, sondern auch Hauseingangswege und Zuwege zu den Mülltonnen von Schnee und Eis freizuhalten und den Winterdienst zu übernehmen. Vermieter können hierbei kostenpflichtig eine Firma beauftragen, die ihnen die Verkehrssicherungspflicht abnimmt, oder einfach die Pflicht per Vertrag oder Hausordnung auf die Mieter übertragen. Die Hausordnung muss dabei als Vertragsbestandteil vereinbart worden sein.

Um einzelne Mieter nicht über Gebühr zu belasten, sollte die Streupflicht wie bei einem Staffellauf nach getaner Arbeit auf den nächsten Mieter im Haus übergehen. Wenn also mehrere Tage kein Schnee zu fegen war, geht die Pflicht in diesem Fall auch erst nach erfolgter Räumung am nächsten Tag auf den nächsten Mieter über. Um hier keine Unklarheiten zu schaffen wer wann tatsächlich für die Räumung der entsprechenden Flächen zuständig ist, kann eine sog. "Schneekarte" im Sinne eines Staffelstabes weitergegeben werden. Wer diese inne hat, der muss für einen Tag lang der Räumpflicht nachkommen.

Der Mieter muss grundsätzlich in der Zeit von 7:00 Uhr morgens bis ca. 20:00 Uhr die Wege von Schnee und Eis befreien. Bei berufstätigen Mietern kann dies schnell zum Problem werden und eine Vertretung muss her! Ein Mieter muss jedoch nicht unmittelbar nach dem Ende des Schneefalls raus, sondern kann sich kurz orientieren ob der Schneefall nur kurz unterbrochen hat und bald wieder weitergeht oder ob er tatsächlich zu Ende ist. Dauerschneefall führt zu wiederholter Räumungspflicht!

Kommt es zum Glättsturz und klagt der Verunfallte auf Schadenersatz, so stellen die Gerichte üblicherweise hohe Anforderungen an das Schneefegen. Hier ist man gut beraten lieber einmal mehr als einmal zu wenig geräumt zu haben.