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TIPP DER REDAKTION

Eigentümerversammlung

Eine Eigentümerversammlung ist das höchste Selbstverwaltungsorgan der Wohneigentümergemeinschaft. Im Wohneigentumsgesetz (WEG) wird die Wohnungseigentümerversammlung geregelt. Eigene Regelungen, die von den Gesetzen abweichen aber in einer Gemeinschaft beschlossen worden, gelten in dieser speziellen Gemeinschaftsordnung noch vor dem Gesetz. Der Verwalter ist in der Regel der Vorsitz der Eigentümerversammlung sofern von den Mitgliedern kein anderer Vorsitz gewählt wurde.

Die Eigentümerversammlung kümmert sich um verschiedene Bereiche des verwalteten Eigentums. Eine Wohnungseigentümerversammlung ist selbstverständlich für die Verwaltung und den Gebrauch des Eigentums zuständig. Sie führt einen Wirtschaftsplan und kümmert sich um Instandhaltung und Instandsetzung der Wohnungen. Ebenso regelt sie alles was ihren Verwaltungsbeirat betrifft und ist für Jahresabrechnungen zuständig.

Der Verwalter lädt in Textform mindestens einmal im Jahr und mindestens zwei Wochen vorher zur Eigentümerversammlung ein. Die Einladung enthält eine Tagesordnung, damit jedes Mitglied erkennen kann über was abgestimmt werden soll. Alles was nicht in der Tagesordnung aufgeführt wird, kann nicht abgestimmt werden. Die Wahl des Versammlungsleiters allerdings muss nicht aufgeführt werden.

Jeder Wohnungseigentümer hat eine Stimme. Das gilt auch für Eigentümer mehrerer Wohnungen. Jede Abstimmung ist beschlussfähig wenn die Stimmberechtigten zusammen mehr als 50% des Eigentums aufweisen. Daher wiegt eine Stimme eines Eigentümers mit mehr Mieteigentumsanteilen mehr als eine Stimme eines Stimmberechtigten mit nur einer Wohnung.

Der neue Beschluss muss schriftlich festgehalten und von Vorsitzendem, einem Wohnungseigentümer und wenn nötig einem Verwaltungsbeirat unterschrieben werden. Ein Beschluss muss klar abgegrenzt sein und darf keinen Spielraum für weitere Interpretationen lassen, sonst wird er ungültig oder anfechtbar. Kommt es zum Streitfall kann es zur gerichtlichen Lösung kommen.